2. Hörprobe

Wie per E-Mail geschrieben, kannst Du über diese Seite eine zweite Hörprobe einreichen. Bitte lese dafür unten stehenden Text aus dem Bereich für Psychologie-Fachbücher ein.

Wir werden uns so schnell wie möglich bei Dir melden. 

Herzliche Grüße,
Dein Fliegenglas-Team


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Zweiter Probetext: Psychologie-Bereich

 

Trauma und Sucht

Trauma und Sucht sind auf der ganzen Welt zwei der größten und häufigsten Pro-
bleme, mit denen Menschen konfrontiert werden.

Trauma bedeutet »Verletzung«.

Der Begriff »Trauma« leitet sich vom griechischen Wort für »Verletzung« her, was einen lebhaften Eindruck davon vermittelt, wie Betroffene ein Trauma empfinden.

Es handelt sich um ein ernstes, unerwünschtes und schädigendes Ereignis, das anhaltenden Schmerz erzeugen kann. Eine Verletzung, die durch ein traumatisches Ereignis hervorgerufen wird, kann physisch, emotional oder beides sein. Die meisten Menschen erleben im Laufe ihres Lebens mindestens einmal ein Trauma, und manche erleben viele Ereignisse dieser Art.

Die American Psychiatric Association (2013/2015) definiert das Trauma bezogen auf physische Ereignisse wie die folgenden:

● Autounfall
●  sexuelle Gewalt
●  militärische Kampfhandlung
●  körperliche Gewalt
●  Feuersbrunst
●  Orkan
●  Tornado oder andere Naturkatastrophe
● . Terroranschlag
●  lebensbedrohliche Krankheit oder Verletzung
●  plötzlicher Tod eines Nahestehenden
●  Arbeitsunfall
●  häusliche Gewalt

»Von dem Augenblick an, in dem die Bombe detonierte, sah und hörte ich
24 Stunden lang ununterbrochen bei allem, was ich tat, einen Film von dem, was ich an jenem Tag erlebt hatte.« (Paul Heath, Überlebender des Bombenanschlags von Oklahoma City, dokumentiert in Learning to Live Past, 9:02 Uhr am 19. 4.1995)

 

Traumata, Suchterkrankungen oder beides überwinden

Ich bin nicht, was mir widerfahren ist. Ich bin, was zu werden ich mich entschieden habe.

Carl Gustav Jung

Auch Sie können von Trauma und Sucht genesen. Menschen, denen dies gelungen ist, haben es wie folgt beschrieben:

Mit einer Sucht (oder einem Trauma) zu leben "ist, als würde man auf einem Boot aufwachsen. Der Boden unter den Füßen bewegt sich ständig. Wenn das Wasser sehr ruhig ist, gelingt es manchmal, aufrecht zu stehen; in anderen Situationen ist das völlig unmöglich, und man kann nichts weiter tun, als sich flach hinzulegen und sich so gut es geht festzuklammern. In den Zustand der Genesung einzutreten ... ist, als würde man, am Strand angespült, aufstehen. 

Man steht zwar auf festem Boden, hört aber erst nach einer Weile auf, zu taumeln und auf dem gar nicht mehr schwankenden Boden gegenzusteuern, einfach weil man es so gewöhnt ist."

"Die Menschen an Land schauen einen möglicherweise wie einen Verrückten an, weil man sich an einem Geländer festhält, denn da sie immer festen Boden unter den Füßen hatten, verstehen sie nicht, daß der Gleichgewichtssinn eines Menschen so schlecht sein kann. Allmählich gewöhnen sich Ihre Beine wieder an den festen Boden, so daß Sie nicht mehr hin- und her zu torkeln brauchen, um aufrecht stehen zu können. Und eines Tages wachen Sie auf und merken, daß Sie zum  ersten Mal wieder auf dem Festland in gerader Linie gehen können. Dann werden Sie sich immer an Ihre merkwürdigen Ausgleichsbewegungen erinnern sowie daran, wie Sie das normale Gehen neu erlernt haben; aber Sie können nun wieder in aufrechter Haltung bleiben und sich unter den ›Landmenschen‹ bewegen." (www.soberrecovery.com)

"Der Genesungsprozeß gleicht dem allmählichen Erwachen aus einem langen, von Albträumen bestimmten Schlaf. Man könnte ihn mit der Entdeckung vergleichen, daß trübe Tage sich allmählich in warme, farbenfrohe transformierende Erlebnisse, reich an Bedeutung und Freude, verwandeln können."