Nora oder Ein Puppenheim, von Henrik Ibsen – Hörbuch

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Autor:

Henrik Johan Ibsen

SprecherIn:

Genoveva Mayer

Hörbuch-Länge:

2 Stunden 16 Minuten

Nora oder Ein Puppenheim, von Henrik Ibsen – Hörbuch

Nora oder Ein Puppenheim, von Henrik Ibsen

Autor: 
Henrik Johan Ibsen
Sprecher*in: 
Genoveva Mayer
Hörbuch-Dauer: 
2 Stunden 16 Minuten

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Über dieses Hörbuch

«Nora oder Ein Puppenheim» ist ein geniales Theaterstück von Henrik Ibsen, das 1878 erschienen ist.

Nora, entdeckt, dass sie wie eine Puppe behandelt wird; früher von Ihrem verstorbenen Vater, heute von Ihrem Ehemann Torvald.

Vor über 140 Jahren, im Jahr 1879 geschrieben, ist «Nora» bis heute ein Meisterwerk. 

Insbesondere der letzte Dialog zwischen Nora und Ihrem Ehemann Torvald ist ein mitreissendes Beispiel für die Befreiung einer Frau von den gesellschaftlichen Normen: Leider noch immer ein aktuelles Thema in vielen Teilen der menschlichen Gesellschaft und daher immer noch hochaktuell.

Meisterhaft gelesen von Genoveva Mayer. Absolut hörenswert!

Hörprobe

Klicke auf folgendes Video, um eine Hörprobe zu hören. Längere Hörproben findest Du in der Fliegenglas App.

Nora: Die Puppe ihres Ehemannes

Nora ist bereits seit acht Jahren mit dem frisch beförderten Bankdirektor Torvald Helmer verheirate und hat mit ihm drei Kinder.

Weihnachten steht kurz bevor und die Familie lebt in einer komfortablen Wohnung.

Die Beziehung zwischen Torwald und Nora ist geprägt von einer dominanten Haltung von Torwald, der im Gegenzug seine Nora «Singlerche» oder «Eichkätzen» nennt.

Die Rollenverteilung ist typisch für das 19. Jahrhundert: Der Mann arbeitet und entscheidet, die Frau bleibt zu Hause, kümmert sich um die Kinder und hat schön oder adrett auszusehen.

Mit anderen Worten: Er behandelt Nora wie sehr viele andere Männer auch, als schönes Püppchen.

Opfer einer Erpressung hinter dem Rücken ihres Ehemannes

In diesen Tagen kommt Christine Linde, eine alte Freundin Nora’s zu Besuch, die inzwischen als Witwe verarmt ist.

Christine möchte Torvald um eine Stelle in der Bank bitten.

Das Problem: Um Christine anzustellen, müsste Torvald den zunächst hinterhältigen Rechtsanwalt Krogstad entlassen.

Krogstad wehrt sich dagegen, indem er versucht, Nora zu erpressen.

Seine «Waffe»: Nora hat vor vielen Jahren die Unterschrift ihres sterbenden Vaters auf einem Schuldschein gefälscht, um Geld für eine dringend benötigte Kur von Torvald zu bekommen.

Pikant: Er selber, Krogstad, wurde wegen eines ähnlichen Vergehens bereits zu einem früheren Zeitpunkt geächtet.

Nora ist sich keiner Schuld bewusst, weil sie schliesslich etwas «Gutes» für ihren ahnungslosen Ehemann getan habe.

Im Gespräch mit Christine vertraut Nora ihr das Geheimnis an, dass sie bislang niemandem je verraten hat und offenbart ihr die Erpressung Krogstads.

Die Befreiung von Krogstad

Krogstad sendet Torvald einen Brief, in dem er das Geheimnis von Nora verrät und ihn gleichzeitig ebenfalls zu erpressen versucht.

In einer wunderbaren Wendung stellt sich jedoch heraus, dass Christine vor vielen Jahren Krogstads grosse Liebe war; eine Liebe, die aus finanziellen Gründen – Krogstad war damals zu arm – gescheitert ist.

Christine hilft Nora und überzeugt Krogstad den Schuldschein zu verbrennen und einen zweiten Brief an Torvald zu schreiben.

Torvald seinerseits weiss vom dem nichts, denn inmitten der weihnachtlichen Festlichkeiten liest er schlicht seine Briefe nicht.

Die grosse Befreiung von Nora einer Frau von gesellschaftlichen Normen

Nun kommt es um ultimativen Test: Wie reagiert Torvald, wenn er die Briefe liest.

Er liest zuerst den ersten Erpesserbrief und ruft aus:

«O, welch ein entsetzliches Erwachen! Diese ganzen acht Jahre hindurch – sie, die meine Freude und mein Stolz war – eine Heuchlerin, eine Lügnerin – ja noch Schlimmeres, Schlimmeres – eine Verbrecherin! […] Alle die leichtsinnigen Grundsätze deines Vaters – schweig! Deines Vaters leichtsinnige Grundsätze – du hast sie alle geerbt. Keine Religion, keine Moral, kein Pflichtgefühl – […] Mein ganzes Glück hast du vernichtet. Die ganze Zukunft hast du mir verdorben. […] Und so jämmerlich muss ich sinken und zugrunde gehen eines leichtsinnigen Weibes wegen!»

Torvald verrät also Nora für kurze Zeit.

Dann seine Erlösung: Er liest den zweiten Brief, in dem Krogstad alles zurückzieht und den erpresserischen Schuldschein beilegt, den Torvald sofort verbrennt.

Die ganze Aufregung war umsonst!

Torvald versucht, alles zurückzunehmen.

Doch das lässt sich Nora nicht gefallen: Ihr wird klar, dass Torvald sie gar nie richtig geliebt hat.

Sie erkennt, dass sie Ihren eigenen Weg, ihre eigene Freiheit ergreifen muss.

Nora hält Torvald eine unwiderstehliche Rede, der er nicht gewachsen ist: Sie möchte Torvald verlassen und tut es auch.

«Ich muss herauskriegen, wer recht hat, die Gesellschaft oder ich.»

Nora wird damit zur Heldin, die die damals minderwertige Rolle der Frau hinterfragt und sich davon befreit!

Weitere Informationen

Mehr Informationen zu diesem glänzenden Theaterstück findest Du im Wikipedia Artikel «Nora oder Ein Puppenheim».

Wir empfehlen zur Lektüre der «Nora» die Ausgabe des Suhrkamp Verlages.

Weitere Hauptwerke der Literatur findest Du in der Kategorie: Literatur

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