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Autor:

Theodor Storm

SprecherIn:

Marit Persiel

Hörbuch-Länge:

4 Stunden 36 Minuten

Der Schimmelreiter von Theodor Storm

Autor: 

Theodor Storm

Sprecher: 

Marit Persiel

Hörbuch-Länge:

4 Stunden 36 Minuten

Kategorie:

Literatur, Neue Hörbücher

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Über dieses Hörbuch

«Der Schimmelreiter» von Theodor Storm, erschienen 1888 jetzt neu und spannend gelesen von Marit Persiel für den Fliegenglas Verlag.

Eine oft als eher trockener Schultext wahrgenommene Novelle erblüht zu neuem Leben in diesem Hörbuch!

Inhalt der Schimmelreiter-Novelle von Theodor Storm

Der Ort der Handlung ist Nordfriesland, wo sich die Legende des Schimmelreiters ereignet haben soll.

Der Schimmelreiter spielt sich in drei Zeiten, bzw. drei Erzählebenen ab:

1.) Die Zeit der Entstehung des Werkes, also Ende des 19. Jahrhundert.
2.) Die Zeit der Vorkommnisse rund um den gespenstischen Schimmelreiter, d.h. um 1820.
3.) Die Zeit, in der die Legende vom Schimmelreiter rund um Hauke Haien entstanden ist: 1732 bis 1756

Die Novelle «Der Schimmelreiter» beginnt mit der Erinnerung des ersten Erzählers an eine Geschichte, die er einst im Haus seiner Urgroßmutter gelesen hat.

In dieser Erzählung reist der zweite Erzähler während eines Unwetters entlang der nordfriesischen Küste Richtung Husum, wo ihm ein rätselhafter Reiter auf einem Schimmel begegnet, der bald darauf im Meer zu verschwinden scheint.

In einem Wirtshaus am Weg schildert der Reisende dem anwesenden Deichgraf und anderen Gästen sein Erlebnis, woraufhin ein pensionierter Schulmeister die Geschichte des Hauke Haien erzählt.

Der wissbegierige Hauke Haien, Sohn eines nordfriesischen Bauern und Landvermessers, befasst sich als Kind früh mit Mathematik und Geometrie. Hauke ist ein eher scheuer Bursche, der sich von seinen Altersgenossen fernhalt und stattdessen lieber die Flutwellen und den Deich zu beobachtet. Hauke stellt Berechnungen an und baut kleine Formen, Modelle von widerstandsfähigere Deichformen. Bei jedem Wetter hält er sich am Deich auf und lässt sich auch von Geistern, die er im Watt zuerkennen meint, nicht vertreiben.

Mit achtzehn Jahren tritt Hauke Haien als Knecht in den Dienst des trägen doch gutmütigen Deichgrafen Tede Volkerts ein.

Die gleichaltrige Tochter des Deichgrafen, Elke, und Hauke fühlen sich zueinander hingezogen. – Elke nimmt Hauke vor dem eifersüchtigen Großknecht Ole Peters in Schutz.

Hauke hat einen klaren Blick für den Zustand des Deiches, macht den Deichgrafen auf Missstände aufmerksam und wird nach und nach mit Verwaltungsaufgaben betraut. Bei manchen Kollegen macht Hauke sich damit unbeliebt, was Ole Peters noch zu schüren weiß.

Die Geschichte von Theodor Storm entwickelt sich nun zunächst gut:

Nach drei Jahren Dienst kann Hauke bei einem Fest dank Elkes Hilfe ein wichtiges Wettspiel für sich entscheiden. Beim anschließenden Ball offenbart Elke ihre Liebe zu Hauke.

Sein Vater hinterlässt ihm bei seinem Tod ein kleines Vermögen, das Hauke ermöglichen soll, das Deichgrafenamt zu übernehmen.

Hauke unterstützt weiterhin den Deichgrafen und während einer Dorfhochzeit steckt er Elke heimlich den Ring zu.

Elke behält ihn, aber trägt ihn noch nicht öffentlich.

Der Deichgraf stirbt und beim Leichenessen nach seinem Begräbnis belauscht Elke ein Gespräch, in dem der Oberdeichgraf über die Nachfolge Volkerts im Amt nachdenkt. Elke teilt ihm ihre Verlobung mit Hauke und die beabsichtigte Übertragung ihres Erbes auf ihren künftigen Mann mit. Damit verfügt Hauke neben seiner Erfahrung über den notwendigen Grundbesitz und wird zum Deichgraf ernannt.

Hauke und Elke arbeiten hart in den kommenden Jahren, verlangen auch den Dorfbewohnern viel für die Erhaltung des Deiches ab und erregen so Unmut. Haukes Widersacher Ole Peters intrigiert gegen Hauke und Haukes Hass auf die Dorfbewohner wächst.

Er kauft einem merkwürdigen Unbekannten einen elenden Schimmel ab. In ihm meinen die Dorfbewohner ein auferstandenes Pferdegerippe zu erkennen, das zuvor im Watt gelegen hatte.

Hauke entwirft einen ehrgeizigen Plan zum Bau eines neuen Deiches mit einem flacheren Profil. Mit der Genehmigung des Oberdeichgrafen, aber gegen den erbitterten Widerstand der Bauern werden die zeitintensiven und anstrengenden Arbeiten für den Deich begonnen.

Unterdessen bringt Elke eine, wie sich später herausstellt, geistig behinderte Tochter zur Welt und überlebt das anschließende Kindbettfieber nur knapp.

Hauke wird fehlende Gottesfürchtigkeit vorgeworfen und er zieht sich immer mehr von den anderen zurück.

Als er verhindert, dass an der Schnittstelle zwischen altem und neuem Deich aus Aberglauben ein Hund lebendig begraben wird, hat er endgültig alle Dorfbewohner gegen sich.

Dann geschieht das Unglück für den Schimmelreiter von Storm:

Im Frühjahr bemerkt Hauke eine erhebliche Schwachstelle am alten Deich.

Von einer schweren Krankheit geschwächt kann er sich gegenüber den Verantwortlichen im Dorf nicht durchsetzen und stimmt einer nur oberflächlichen Reparatur zu. Im Sommer machen sich abergläubischeVorahnungen an der Küste breit. Als sich vor Allerheiligen ein gewaltiger Sturm erhebt, reitet Hauke auf dem Schimmel zum Deich hinaus, wo er auf Bauern trifft, die den neuen Deich durchstechen.

Ole Peters hat den Befehl dazu gegeben. – Der alte Deich bricht und das Meer überflutet das Dorf. Hauke muss zusehen, wie Frau und Tochter, die ihm in einem Wagen gefolgt sind, in den Fluten untergehen.

Er klagt sich an, seiner Verantwortung als Deichgraf nicht gerecht geworden zu sein, gibt dem Schimmel die Sporen und reitet in das tosende Meer.

Am Ende der Erzählung lobt der Schulmeister den sogenannten Hauke-Haien-Deich, der seit mehr als hundert Jahren steht.

Auf dem Weg nach Husum reitet der Reisende in der Geschichte Theodor Storm’s am nächsten Tag über eben diesen Deich.

Weitere Informationen

Mehr Informationen findest Du im Wikipedia-Artikel «Der Schimmelreiter»

Zur Lektüre von «Der Schimmelreiter» von Theodor Storm empfehlen wir die Ausgabe des C. Bange Verlages.

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Andrea Anderheggen
Andrea Anderheggen
Verfasser, andrea@fliegenglas.com
Tipp: In der Fliegenglas App findest Du längere, kostenlose Hörproben.

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