Deutschland. Ein Wintermärchen – Heinrich Heine – Hörbuch

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Autor:

Heinrich Heine

SprecherIn:

Maureen Havlena

Hörbuch-Länge:

1 Stunde 37 Minuten

Deutschland. Ein Wintermärchen – Heinrich Heine – Hörbuch

Deutschland. Ein Wintermärchen

Autor: 

Heinrich Heine

Sprecher: 

Maureen Havlena

Hörbuch-Länge:

1 Stunde 37 Minuten

Kategorie:

Literatur, Neue Hörbücher

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Über dieses Hörbuch

«Deutschland. Ein Wintermärchen» von Heinrich Heine neu als Hörbuch gelesen von Maureen Havlena.

Entstanden 1844 in Paris, ist es eins von Heinrich Heines wichtigsten Werken.

Inhalt von «Deutschland. Ein Wintermärchen»

Quelle: www.inhaltsangabe.de/heine/deutschland-ein-wintermaerchen/

In »Deutschland. Ein Wintermärchen« fasst Heinrich Heine die Eindrücke während einer Reise durch sein Heimatland im November 1843 zusammen. Seit 1831 lebt Heine im Pariser Exil. Aus dem liberalen Frankreich kommend, ist sein Blick geschärft für die restaurativen Kräfte in Deutschland. Mit beißender Ironie schildert er den geistigen Zustand seines Vaterlandes, unter dem er seit Jahren persönlich leidet. Das politische Gedicht erschien 1844 bei Hoffmann und Campe in Hamburg als Teil des Bandes »Neue Gedichte«.

Bereits bei der Durchsuchung seines Gepäcks nach verbotenen Schriften beim Grenzübertritt in Aachen sieht der Ich-Erzähler seine Vermutung der anhaltenden Zensur und Unterdrückung bestätigt. In der Kaiserresidenz entlarvt er Militär und Bürger als arrogant nach außen, dabei ängstlich und unterwürfig im Innern. Die Rückwärtsgewandtheit der Deutschen finde ihren Ausdruck zudem in der romantischen Dichtung, einer literarischen Hauptströmung jener Zeit.

In Köln nimmt der Reisende eine scharfe Abrechnung mit Kirche und Klerus vor. Im Katholizismus und dessen Geschichte von Kreuzzügen und Inquisition sowie anhaltendem Aberglauben erkennt er einen Feind der Vernunft. Der Rhein, umstrittener Grenzfluss zwischen Frankreich und Deutschland, sucht Trost beim Erzähler: Er fühlt sich verspottet vom deutschem Volksliedgut. Nationale Strömungen gebe es allerdings auf beiden Seiten, tröstet ihn dieser. Als des Erzählers Alter Ego ihm im Traum deutlich macht, dass seine Schriften Auslöser für Verbrechen und Bluttaten sein können, erschrickt er.

Über Mülheim, Hagen und Unna kommt der Reisende zum Teutoburger Wald. Immer wieder versinken die Wege durch Deutschland in Kot, Dreck und Schlamm. Selbst die Römer seien darin steckengeblieben. Das habe den Deutschen zum Sieg verholfen, analysiert der Erzähler. Seine sämtlichen Erfahrungen unterwegs münden in Kritik: am schweren deutschen Essen, an der behaglichen Bequemlichkeit der Deutschen, an ihrer Gefühlsduselei, dem preußischen Militarismus und Nationalismus.

Hinter Paderborn wiegt das Ruckeln der Kutsche den Reisenden in Schlaf. Im Traum begegnet er Kaiser Barbarossa, der seit Jahrhunderten im Kyffhäuser auf seine Stunde wartet, um Deutschland zu retten. Vergeblich verlangt er vom Erzähler Respekt; schließlich nennt er ihn einen Hochverräter. Beim Aufwachen sehnt sich der Reisende nach dem französischen Kaiser. Ihm allein traut er zu, sein geknechtetes Vaterland zu befreien, sowohl von der romantischen Verklärung der Vergangenheit als auch von seinem preußisch-militärischen Größenwahn.

Über Minden, Bückeburg und Hannover erreicht der Reisende sein Ziel: In Hamburg besucht er seine Mutter, trifft seinen Verleger Campe und schließlich die »Göttin« Hammonia, Schutzpatronin Hamburgs. Ihr gegenüber gibt er seine zwiespältigen Gefühle zu: Heimweh und Vaterlandsliebe einerseits, Abscheu gegen geistige Enge und Unterdrückung andererseits. Die Göttin offenbart ihm die Zukunft Deutschlands als eine stinkende Kloake im Nachttopf Karls des Großen. Der Reisende wird ohnmächtig; dennoch versucht Hammonia ihn mit Liebesschwüren in Deutschland zu halten. An den Zuständen einschließlich des Zensurwesens werde sich zwar schwerlich etwas ändern, doch man könne versuchen, den Deckel auf dem Topf zu halten.

Das Versepos »Deutschland. Ein Wintermärchen« gehört zur Exildichtung. Entstanden 1944 in Paris, ist es eins von Heinrich Heines wichtigsten Werken. Der Dichter schildert darin den geistigen Zustand seines Heimatlandes in der Zeit des Vormärz (zwischen den Befreiungskriegen 1813/15 gegen Napoleon und der Märzrevolution von 1948). Die negative Sicht auf das Land entspringt seinen eigenen Erfahrungen (Zensur, Publikationsverbot, Prozess). Trotz der bitteren Kritik, die im Mittelpunkt des Werks steht, wird Heinrich Heines Zwiespalt offenbar: Er fühlt sich seiner – so schwierigen – Heimat tief verbunden und leidet an ihr. Seine Vision ist ein freiheitliches Deutschland an der Seite der »Grande Nation« Frankreich.

Weitere Informationen

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Andrea Anderheggen
Andrea Anderheggen
Verfasser, andrea@fliegenglas.com

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