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Theaitetos – Was ist Wissen?

Autor: 

Platon

Sprecher: 

Jürgen Gergov

Hörbuch-Länge:

4 Stunden 43 Minuten

Kategorie:

Empfehlungen der Woche, Erkenntnis und Welt, Hauptwerke der Philosophie, Philosophie, Platon

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Inhaltsbeschreibung

Wir leben heute im 21. Jahrhundert in einem wissenschaftlichen Zeitalter. Gleichzeitig ist in einem Zeitalter der “Fake News” nicht mehr ganz klar, was wir wirklich wissen. Wir “wissen” mehr als jemals zuvor und doch sind wir unsicher, was dieses Wissen überhaupt bedeutet.

Aber was ist Wissen überhaupt? Wie gelangen wir zu wirklich verlässlicher Erkenntnis?

Diese Frage wurde bereits vor 2.400 Jahren von Platon im Theaitetos-Dialog ausführlich diskutiert.

Nach einer für Platon typischen Einleitung, die den Dialog in eine Erzählung einbettet, entwickelt sich das Gespräch zwischen Sokrates, dem älteren Mathematiker Theodoros und dem jungen, talentierten Theaitetos.

Wie so oft in Platon Dialogen fangen die Gesprächspartner des Sokrates damit an, Beispiele statt einer Wesensdefinition aufzulisten: Eine extensionale Definition des Wissen, die darin besteht, verschiedene Wissensgebiete aufzuzählen.

Aber was ist das Wesen des Wissens? Das, was allen Beispielen des Wissens gemeinsam ist?

Auf diese Fragen werden drei Antworten gegeben:

Erste Definition: Wissen, bzw. Erkennen ist Wahrnehmen. – Diese relativistische Meinung ist geprägt von der Meinung des Protagoras, der Mensch sei das Maß aller Dinge.

Diese Definition wird von Sokrates auf vielfältige Weise widerlegt.

Zweite Definition: Wissen ist wahre Meinung.

Auch hier wird, ausgehend von der Frage, was falsche Meinung überhaupt sei, eine Widerlegung der Definition vorgenommen.

Dritte Definition: Wissen sei wahre, begründete oder erklärte Meinung.

Nun scheint es auch hier Probleme zu geben und der Dialog endet letztlich in der Aporie: Der Ratlosigkeit, nicht einmal zu wissen, was Wissen überhaupt bedeutet.

Das Ende in Ratlosigkeit ist bemerkenswert: Denn die dritte Definition von Wissen wird oft als die “platonische Definition von Wissen” über viele Jahrhunderte hinweg betrachtet. Man muss also in Anbetracht des Resultates im Theaitetos-Dialog kritisch hinterfragen, ob Platon, bzw. Sokrates wirklich der Meinungen waren, dass Wissen begründete, wahre Meinung sei.

Aber wie so oft, sind Platon-Dialoge eben nicht starre Lehren, sondern ganz im Gegenteil: Eine Suche nach Definitionen, eine Aufforderung selbst nachzudenken.

Wie im Dialog sehr schön erklärt, fällt dabei Sokrates (oder Platon?) die Rolle einer Hebamme zu, die dazu da ist, das Wissen, was in jedem von uns vorhanden ist, in die Welt zu bringen. Auch wenn das offenbar nur selten zu gelingen scheint.

—-
Der Text folgt der Übersetzung durch Otto Apelt von 1925. In der Kapitelbeschreibung des Hörbuches steht jeweils in eckigen Klammern die Stephanus-Paginierung des griechischen Originaltextes zur besseren Orientierung im Studium.

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